Korkgeld bei der Feier: Was es ist und worauf ihr beim Mitbringen achten solltet

Ratgeber · Stand: 26. Oktober 2026

Manche Familien möchten den Wein oder Sekt für die Feier selbst mitbringen, zum Beispiel vom Winzer oder aus dem eigenen Keller. Ob das erlaubt ist und was es kostet, unterscheidet sich von Haus zu Haus. Die Gebühr dafür heißt Korkgeld.

Hier erfahrt ihr, was Korkgeld bedeutet, wie es berechnet werden kann und welche Fragen ihr vor dem Einkauf klären solltet. Konkrete Beträge nennen wir nicht, denn sie legt jedes Haus selbst fest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Korkgeld ist eine Gebühr für mitgebrachte Getränke. Manche Häuser erlauben das, andere schließen es aus.
  • Fragt vor dem Einkauf, ob und welche Getränke ihr mitbringen dürft und wie das Korkgeld berechnet wird: pro Flasche, pro Person oder pauschal.
  • Ob sich das Mitbringen lohnt, zeigt erst die Gesamtrechnung: Einkauf plus Korkgeld gegen Getränkekarte oder Pauschale.

Was ist Korkgeld?

Korkgeld ist eine Gebühr, die ein Restaurant oder eine Location berechnet, wenn ihr eigene Getränke mitbringt, meist Wein oder Sekt. In der Regel deckt das Korkgeld Leistungen wie Gläser, Kühlung, Öffnen, Servieren und Aufräumen ab und gleicht aus, dass das Haus an diesen Getränken nichts verdient. Was genau enthalten ist, sollte im Angebot stehen.

Ähnlich funktioniert das Tortengeld: eine Gebühr für mitgebrachte Torten oder Kuchen. Beides sollte im Angebot oder in den Bedingungen des Hauses stehen.

So wird Korkgeld berechnet

  • Pro Flasche: Für jede mitgebrachte Flasche fällt ein fester Betrag an, teils nach Flaschengröße gestaffelt.
  • Pro Person: Eine Pauschale für jeden Gast, unabhängig davon, wie viele Flaschen geöffnet werden.
  • Pauschal für die Feier: Ein fester Betrag für den gesamten Abend, unabhängig von Gästen und Flaschen.
  • Nach Getränkeart: Unterschiedliche Sätze zum Beispiel für Wein, Sekt oder Spirituosen.
  • Nicht erlaubt: Manche Häuser schließen mitgebrachte Getränke aus oder erlauben nur bestimmte Sorten.

Beispiel: Mitbringen oder aus der Karte bestellen?

Fiktives Beispiel mit erfundenen Zahlen, keine marktüblichen Preise.

Basis: 40 Gäste und 20 Flaschen Wein. Auf der Weinkarte kostet die Flasche 28 €. Alternativ bringt ihr den Wein selbst mit: Einkauf 12 € pro Flasche, dazu 10 € Korkgeld pro Flasche.

20 Flaschen Wein: Karte oder selbst mitgebracht
PostenAus der WeinkarteSelbst mitgebracht
Getränkepreis28 € × 20 = 560 €Einkauf 12 € × 20 = 240 €
Korkgeldentfällt10 € × 20 = 200 €
Summe560 €440 €

Unter diesen Annahmen spart ihr 120 €. Die Rechnung kippt, wenn das Korkgeld höher ausfällt, die Karte günstigere Flaschen bietet oder ihr mehr Flaschen kauft, als getrunken werden. Rechnet außerdem Aufwand und Transport mit ein und fragt, ob ihr ungeöffnete Flaschen mitnehmen dürft.

Korkgeld, Getränkepauschale und Mindestumsatz

Bei einer Getränkepauschale sind die Getränke meist im Preis pro Person enthalten. Bringt ihr trotzdem eigene Getränke mit, kann es sein, dass ihr doppelt zahlt: die Pauschale und das Korkgeld. Fragt deshalb, ob sich die Pauschale für mitgebrachte Getränke verringert. Mehr zu den Modellen im Ratgeber Getränkepauschale.

Auch beim Mindestumsatz lohnt die Nachfrage: Zählen mitgebrachte Getränke dazu, oder fehlt der Umsatz dann am Ende? Wie ein Mindestumsatz funktioniert, steht im Ratgeber Mindestumsatz, Raummiete, Pauschale.

Diese Fragen stellt ihr vor dem Einkauf

  • Dürfen wir Getränke mitbringen, und welche (Wein, Sekt, Bier, alkoholfreie Getränke)?
  • Wie wird Korkgeld berechnet: pro Flasche, pro Person oder pauschal?
  • Was ist im Korkgeld enthalten: Gläser, Kühlung, Öffnen, Servieren, Spülen?
  • Verringert sich eine Getränkepauschale, wenn wir eigene Getränke mitbringen?
  • Zählen mitgebrachte Getränke zum Mindestumsatz?
  • Was passiert mit ungeöffneten und angebrochenen Flaschen?
  • Wann und wo können wir die Getränke anliefern, und wo werden sie gekühlt?
  • Gibt es eine ähnliche Gebühr für mitgebrachte Torten (Tortengeld)?

Hinweis: Dieser Ratgeber gibt allgemeine Orientierung zum Vergleich von Angeboten. Er enthält keine Preisempfehlungen und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Maßgeblich sind immer euer Angebot und der Vertrag mit dem Anbieter.

Häufige Fragen

Was bedeutet Korkgeld?

Korkgeld ist eine Gebühr, die ein Restaurant oder eine Location verlangt, wenn ihr eigene Getränke mitbringt, meist Wein oder Sekt. Wie sie berechnet wird, steht im Angebot oder in den Bedingungen des Hauses.

Darf ich in jeder Location Getränke mitbringen?

Nein, das entscheidet jedes Haus selbst. Manche Locations erlauben eigene Getränke, manche nur bestimmte Sorten, manche gar keine. Fragt nach, bevor ihr einkauft, und lasst euch die Regel schriftlich bestätigen.

Wie hoch ist das Korkgeld?

Dazu gibt es keine einheitliche Regel, deshalb nennen wir keine Beträge. Lasst euch im Angebot nennen, wie das Korkgeld berechnet wird: pro Flasche, pro Person oder pauschal.

Lohnt sich Korkgeld?

Das lässt sich nur mit einer Rechnung beantworten: Einkaufspreis plus Korkgeld gegen den Preis auf der Getränkekarte oder in der Pauschale. Rechnet für eure Gästezahl durch und bezieht Aufwand und Transport ein.

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