Mindestumsatz, Raummiete, Pauschale: Die Preismodelle der Hochzeitslocation erklärt
Ratgeber · Stand: 24. Oktober 2026
Raummiete, Mindestumsatz, Pauschale pro Person: Locations rechnen sehr unterschiedlich. Das eine Angebot nennt eine feste Miete, das nächste einen Mindestumsatz, das dritte einen Preis pro Person mit allem drin. Auf den ersten Blick lassen sich diese Modelle kaum vergleichen.
Hier erklären wir die gängigen Preismodelle, zeigen an einem fiktiven Beispiel, wie ein Mindestumsatz funktioniert, und geben euch Fragen mit, die ihr der Location stellen könnt.
Die gängigen Preismodelle
- Raummiete: Ein fester Betrag für die Nutzung der Räume, unabhängig vom Verzehr. Speisen und Getränke kommen meist dazu.
- Mindestumsatz: Ihr verpflichtet euch, mindestens einen bestimmten Betrag für Speisen und Getränke auszugeben. Liegt der Verzehr darunter, kann die Differenz berechnet werden.
- Raummiete oder Mindestumsatz: Manche Locations verlangen nur eines von beidem, bei anderen entfällt die Raummiete, wenn der Mindestumsatz erreicht wird. Das muss im Angebot oder Vertrag stehen.
- Pauschale pro Person: Ein Preis pro Gast, der Raum, Essen, Getränke und teils Service umfasst. Gut planbar, aber prüft genau, was enthalten ist.
- Mischformen: Zum Beispiel Raummiete plus Menüpreis pro Person plus Getränke nach Verbrauch.
Wie funktioniert ein Mindestumsatz?
Fiktives Beispiel mit erfundenen Zahlen, keine marktüblichen Preise.
Eine Location verlangt 8.000 € Mindestumsatz. Eure Gäste verzehren Speisen und Getränke für 7.200 €. Je nach Vertrag kann die Location die fehlenden 800 € zusätzlich berechnen. Bei 8.500 € Verzehr fällt nichts zusätzlich an.
Entscheidend ist, was zum Umsatz zählt: nur Speisen und Getränke, oder auch Service, Technik und Raummiete? Ist die Umsatzsteuer enthalten? Das regelt jede Location anders, deshalb muss es im Angebot oder Vertrag stehen.
Preismodelle fair vergleichen
Rechnet jedes Angebot auf dieselbe Basis um: gleiche Gästezahl, gleiche Dauer, gleicher Leistungsumfang. Addiert Raummiete, Speisen, Getränke, Service und Zusatzkosten und teilt das Ergebnis durch die Gästezahl. So erhaltet ihr den Preis pro Gast.
Bei Angeboten mit Mindestumsatz prüft ihr zusätzlich, ob er voraussichtlich erreicht wird. Wenn ihr ohnehin mehr verzehrt, spielt er keine Rolle. Bleibt ihr knapp darunter, gehört die Differenz in die Gesamtrechnung.
Diese Fragen könnt ihr der Location stellen
- Gibt es Raummiete, Mindestumsatz oder beides?
- Was zählt zum Mindestumsatz, und was nicht?
- Was passiert, wenn der Mindestumsatz nicht erreicht wird?
- Entfällt die Raummiete, wenn der Mindestumsatz erreicht wird?
- Gilt der Mindestumsatz auch bei einer geringeren Gästezahl?
- Ist die Umsatzsteuer im Mindestumsatz enthalten?
Hinweis: Dieser Ratgeber gibt allgemeine Orientierung zum Vergleich von Angeboten. Er enthält keine Preisempfehlungen und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Maßgeblich sind immer euer Angebot und der Vertrag mit der Location.
Häufige Fragen
Was bedeutet Mindestumsatz bei einer Hochzeitslocation?
Der Mindestumsatz ist ein Betrag, den ihr mindestens für Speisen und Getränke ausgeben sollt. Wird er nicht erreicht, kann die Location die Differenz berechnen. Was genau zählt, regelt jede Location individuell.
Ist ein Mindestumsatz günstiger als eine Raummiete?
Das lässt sich nicht verallgemeinern. Bei hohem Verzehr fällt ein Mindestumsatz kaum ins Gewicht, bei geringem Verzehr wird er zur Zusatzzahlung. Rechnet beide Modelle für eure Gästezahl durch.
Wie vergleiche ich Angebote mit Pauschale pro Person und mit Mindestumsatz?
Rechnet beide auf die Gesamtkosten für dieselbe Gästezahl und Dauer um und teilt durch die Gästezahl. Berücksichtigt dabei, welche Leistungen jeweils enthalten sind.

